Portrait_Kreis

Meine Geschichte

Kein Bock mehr auf Schnappatmung!

Irgendwann kam bei mir der Punkt, wo ich keinen Bock mehr auf Schnappatmung nach 10 Treppenstufen hatte. Ich hatte Bluthochdruck, mir tat der Rücken weh und meine Knie fingen auch so langsam an zu streiken. Musste ich Treppen laufen, hab ich erstmal gewartet, bevor ich irgendwo zum Arzt oder zum Amt ging. Mir fehlte einfach die Luft zum Sprechen.

Von meiner Familie und meinem Umfeld kamen auch immer mehr schräge Blicke. Da hat mich nach einiger Zeit der Satz „Ach, ist doch nicht so schlimm, hast ja ein schönes Gesicht“, auch nicht wirklich getröstet. Und der Stuhl beim Friseur wurde auch langsam immer enger.

Wer ist die dicke Trulla? – Schluss mit „Lustich“!

Der entscheidende Moment war dann, als das Foto, welches Du auf meiner Seite unter „Früher“ findest, mir in die Hände fiel. Das Erste, was mir spontan durch den Kopf ging, war „Hilfe, wer ist denn die dicke Trulla auf dem Bild?“ – Nee, so konnte es wirklich nicht mehr weitergehen. Jetzt war Schluss mit „lustich“! Nur was sollte ich tun?

21 Tage – 500 kcal – gesund und glücklich, geht das?

Als Einstieg habe ich mich dann auf die 21 Tage Stoffwechselkur eingelassen. Ich weiß, dass sie umstritten ist, da sie nur 500-700 kcal in der Abnehmphase vorsieht. Das du bei so einer niedrigen Kalorienanzahl abnimmst, ist ja irgendwie logisch. Ich bin aber so, ich brauchte was Strenges und Radikales, weil ich es doch so leid war. Die Internetbilder der „21 Tage Kur“ (Vorher/Nachher) haben mich zugegebener Maßen sehr gereizt. Für mich war diese Methode damals als Einstieg okay. Ich habe damit in den 3 Wochen gut abgenommen und danach auch die „Stabi-Phase“ mitgemacht.

Schnell habe ich aber gemerkt, dass ich damit nicht wirklich glücklich werde. Dies war der Zeitpunkt an dem ich anfing, mich sehr intensiv mit mir und gesunder Ernährung auseinanderzusetzen. Denn Abnehmen muss als erstes im Kopf stattfinden, das wurde mir immer mehr bewusst. Erst wenn Dein Warum klar ist und Du gelernt hast, was Du brauchst, um dauerhaft abzunehmen, kannst Du in die Veränderung gehen.

Nur 700 kcal am Tag war für mich auf Dauer nichts. Ganz zu schweigen davon, dass es nicht wirklich gesund ist und zufrieden macht. Ich bin nämlich der absolute Genießer-Typ, der ab und zu  mal ein Gläschen Wein und auch eine leckere Lasagne braucht. Immer nur verzichten, ehrlich, wer will das schon? Also habe ich mich nach diesen 42 Tagen (Abnehm – und Stabi-Phase) gefragt, wie es denn nun weitergehen soll. Fühlte ich mich doch mit 12 kg weniger, leichter und um einiges besser.

„Rüttel dich und schüttel dich“ – mein Sporterlebnis

Überall hörte ich „ohne Sport wird es nicht weitergehen“. Hm, Sport, da war es wieder, überhaupt nicht mein Ding. Okay, Fernsehsportler bin ich schon. Da kenne ich mich sogar gut aus: Bundesliga, Winter- und Sommerspiele, Olympia, WM. Ich bin immer voll dabei. Aber selbst den Hintern hochkriegen, das war so gar nicht meins. Durch eine Freundin wurde ich auf das Power Plate Studio „Vibro-Style“ aufmerksam. 20 Minuten Einsatz und ein großer Erfolg wird Dir dort versprochen.

Alles klar, habe ich mir gedacht, schau ich mir diese Rüttelplatte doch mal genauer an. Dann passierte das, was ich überhaupt nicht kannte: Es machte mir Spaß, und zwar richtig Spaß! Sauanstrengend, aber super effektiv und  20 Minuten hast du irgendwie immer Zeit. Da hatte selbst ich keine Ausrede mehr. Also habe ich mir gedacht, buche ich dort direkt 3 x die Woche das Fatburnerprogramm. Ich wollte ja noch mehr abnehmen, meine Vorsätze und Ziele nicht aus den Augen verlieren. Zusätzlich habe ich Nordic-Walking für mich entdeckt, um an meiner mangelnden Kondition zu arbeiten!

Einen kleinen Schritt weiter….

Während dieser Zeit habe ich weiter auf meine Ernährung geachtet, indem ich weniger Zucker gegessen habe, falsche Fette weggelassen habe und meistens abends auf Kohlenhydrate verzichtete. Da ich sehr gerne koche und stets Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen bin, habe ich auch viele leckere Rezepte probiert und gute Ideen übernommen. Nie hatte ich das Gefühl, auf irgendetwas zu verzichten. Wenn ich Lust auf Schokolade hatte, habe ich sie gegessen. Klar, keine ganze Tafel mehr, so wie früher, aber in einem Maße, das mich glücklich und zufrieden machte. Ich habe tief in mich hineingehört „will ich überhaupt die Schokolade oder geht es gerade um etwas ganz anderes“?

Kursänderung, Komplimente und Klamotten

Langsam fiel auch meinen Mitmenschen die Veränderung an mir auf. Komplimente kann man ja nicht genug bekommen, waren sie für mich jetzt doch richtig wichtig. Ich wurde beweglicher, agiler, habe mir endlich Klamotten kaufen können, die mir gefallen und nicht die, die mir „nur“ passen. Dieses Gefühl ist einfach unbeschreiblich! Bis jetzt habe ich 28 kg abgenommen und halte mein Gewicht seit 12 Monaten. Mein Bluthochdruck ist fast wieder im Normalbereich.Als eine Verkäuferin neulich sagte: „44/46 oder welche Größe soll ich ihnen bringen“? kann ich Dir gar nicht sagen, wie gut das tat, hatte ich doch vorher mit 50/52 zu kämpfen. Das Grinsen ging mir nicht mehr aus dem Gesicht!

Um noch tiefer in den Ernährungsdschungel einzutauchen und um neuen Input und Ideen zu bekommen, habe ich mich bewusst entschieden, eine Weiterbildung zum Ernährungscoach IHK an der Akademie für gesundes Leben zu beginnen. Mein dort erworbenes Wissen gepaart mit meinen positiven und negativen Erfahrungen, möchte ich nun in einem speziellen Konzept auf die Straße bringen.

Rückschritte, Reha, Resignation – Aufgeben? Gibt´s nicht!

Leider wurde bei mir eine chronische Krankheit festgestellt. Mit Beginn der Wechseljahre bekam ich die Diagnose: Lip-Lymphödem begleitet mit einer chronischen Veneninsuffizienz. Der Schock saß tief. Ich habe mit Schmerzen, einer Gewichtszunahme – vor allem an den Beinen zu kämpfen. Der Umfang der Beine hat sich erheblich geändert. Nach einer erfolgreichen Reha, Lymphdrainagen, Kompression und Sport bin ich wieder auf Spur. Ich will und werde meinen Weg weiter gehen!

 

Erwarte jetzt nicht einen schlanken durchtrainierten Sixpack-Abnehm-Coach. Das bin ich effektiv nicht! Das letzte Stück meines Abnehmweges gehe ich mit Dir, mit Euch gemeinsam. Lust mit auf die Reise zu kommen?

Veränderung ist schwer am Anfang,

chaotisch in der Mitte und herrlich am Ende. (Robin Sharma)